13.02.2020: Mitmachen, ausprobieren und entdecken war beim Berufsparcours ausdrücklich erwünscht!

Kaum in einem anderen Lebensabschnitt muss der Mensch so viele weichenstellende Entscheidungen treffen, wie in der Pubertät. Weiter die Schulbank drücken, eine betriebliche Ausbildung beginnen, einen schulischen Berufsabschluss erwerben, ein freiwilliges soziales Jahr absolvieren – die Möglichkeiten scheinen heute vielseitiger und breiter zu sein, als jemals zuvor. Und dennoch zeigt die Praxis immer wieder, dass dieser Schritt von der Schule ins Berufsleben für viele junge Menschen eine besonders schwere Hürde darstellt.

 

Aus diesem Grund initiierte die Haupt- und Realschule in Kreiensen in Kooperation mit elf sehr engagierten regionalen Unternehmen am 07. Februar 2020 zum wiederholten Male eine Mitmach-Messe, die den Heranwachsenden die Möglichkeit bot, verschiedene Ausbildungsberufe für sich zu entdecken und vor allem berufsfeldtypische Tätigkeiten auszuprobieren.

 

Die Schüler und Schülerinnen des siebten, achten und neunten Jahrgangs hatten an diesem Tag die Chance, über ein praktisches Mitmach-Angebot eine Vorstellung von der jeweiligen Berufsausbildung zu bekommen. Da die Jugendlichen in kleinen Arbeitsgruppen im Laufe des Vormittages alle elf Betriebe besuchten, konnten sie hautnah die Unterschiede der verschiedenen Berufsbilder entdecken. Der große Einsatz der Kooperationsbetriebe sorgte dabei für ein erlebnis- und abwechslungsreiches Vormittagsprogramm.

 

Das Backhaus Biel´s zeigte den Jugendlichen in der Schulküche ganz praktisch, wie man als Bäcker verschiedene Laugengebäcke herstellt und übte mit den Kindern das professionelle Verpacken von diversen Backwaren. Dieser praktische Einblick machte allen Kindern unheimlich viel Spaß und es wurden die ersten Anfragen für ein weiterführendes Schulpraktikum gestellt. Bei der Firma Koch Bau GmbH aus Rittierode konnten die Schüler und Schülerinnen viel über die Berufe des Zimmerers und Dachdeckers lernen und selbst den Hammer schwingen. Der Betrieb Treppenmeister Leinetal bot den Teenagern die Möglichkeit, praktische Einblicke in die Berufe des Holzmechanikers und Tischlers zu bekommen. Die Auszubildenden der Krankenpflegeschule des Einbecker Bürgerspitals übten mit den Jungen und Mädchen die Herz-Lungen-Wiederbelebung und erzählten von ihrem spannenden und abwechslungsreichen Ausbildungsalltag. Das Familienunternehmen Langheim Holzbau aus Kreiensen brachte für die Schüler und Schülerinnen einen interaktiven Surfbrettsimulator mit, so dass die Kinder virtuell durch eine Baustelle fliegen konnten und sich spielerisch mit verschiedenen Aufgabenstellungen auseinandersetzten. Die Firma Spangenberg und Geißler bot den Jugendlichen vielseitige Einblicke in die Berufe des Malers und des Fußbodenlegers.

 

Das Unternehmen Prahmann + Neidhardt GmbH & Co. KG erklärte den Schülern, wie die Qualität der verschiedenen Fleisch und Wurstwaren mit verschiedenen Prüftechniken sichergestellt werden kann und gab Einblicke in die vielseitigen Ausbildungsmöglichkeiten des Unternehmens.

 

Die Firma Auer Lighting GmbH aus Bad Gandersheim zeigte den Jugendlichen unter anderem, wie Linsen, Lichtleiter und Spiegel aufgebaut sind. Als besonderes Highlight konnten die Kinder sich selbst einen Trinkhalm aus Glas herstellen.

 

Auch das Unternehmen KIND Hörgeräte und Augenoptik war vertreten und bot Mitmach-Aktionen in den Bereichen Augenoptik und Hörgeräteakustik an.

 

Frau Prelle-Traupe vom Reisebüro im Leinetal gab den Schülern und Schülerinnen die Möglichkeit, einmal in die Rolle eines Reiseverkehrskaufmanns/ einer Reiseverkehrskauffrau zu schlüpfen und selbst im Rollenspiel eine Reiseplanung vorzunehmen.

 

Ebenfalls vertreten war die Ausbildungsplatzmatcherin der Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen, die den Jugendlichen nicht nur beratend und informierend zur Seite stand, sondern durch die Herstellung von Schmuck auch einen praktischen Einblick in das Handwerk ermöglichte.

 

Durch diese vielen praxisorientierenden Einblicke in den Berufsalltag der diversen Ausbildungsberufe konnten die Schüler und Schülerinnen einen Erfahrungsschatz aufbauen, der ihnen bestimmt im weiteren Berufswahlprozess sehr hilfreich sein wird. Im Namen des gesamten Kollegiums und der Schülerschaft möchte sich die HRS Kreiensen an dieser Stelle nochmal bei allen ausstellenden Betrieben für das riesige Engagement und die tollen Mitmach-Aktionen bedanken. Ein großer Dank gilt auch den vielen engagierten Eltern, die unser Event kulinarisch unterstützten und somit für einen schönen Rahmen sorgten. Wir freuen uns, dass wir gemeinsam mit den regional ansässigen Betrieben und den Eltern diesen Projekttag auf die Beine stellen konnten, um die nächste Generation bestmöglich auf ihrem Weg in das Berufsleben zu begleiten. Denn nachhaltiger kann man nicht investieren, als in unsere Kinder und am besten gelingt dies, wenn man gemeinsam als Gesellschaft Verantwortung übernimmt.

 


27.11.2019: Löten für Mädchen

Unsere Schülerinnen aus der R 9 stimmten sich beim Löten in den Werkstätten des PS. Speicher Einbeck heute auf die Weihnachtszeit ein. Wir bedanken uns bei Herrn Müller von der Stiftung NiedersachsenMetall, dem PS. Speicher Einbeck, der KWS Saat AG und Herrn Schreivogel für dieses tolle Projekt!


05.09.2019: Gemeinsam berufliche Zukunftsperspektiven schaffen!

In kaum einem anderen Lebensabschnitt werden so viele Weichen gestellt, wie in der Jugendzeit. Ein ganz wesentlicher Schritt ist dabei die Entscheidung für die berufliche Richtung, die man einschlagen möchte. Doch wie findet man unter den vielen hundert möglichen Berufen den Richtigen, der auch wirklich zu den eigenen Interessen und Fähigkeiten passt? Wie kann Schule frühzeitig eine individuelle Förderung und Begleitung der Heranwachsenden gewährleisten? Wir setzen dabei auf vielfältige berufsorientierende Maßnahmen, die aufeinander aufbauen und die jungen Menschen auf die künftigen Herausforderungen vorbereiten.

 

Neu eingeführt wird in diesem Schuljahr ein wissenschaftlich standardisiertes Kompetenzfeststellungsverfahren, durch welches berufsfeldübergreifend relevante Basiskompetenzen im siebten und achten Jahrgang ermittelt werden können. Am 22. August 2019 wurde mit der BBS Alfeld ein Kooperationsvertrag geschlossen, da sich diese Berufsbildende Schule auf die professionelle Durchführung und Auswertung von dem Kompetenzfeststellungsverfahren HAMET spezialisiert hat. Damit ist ein sehr hoher Qualitätsstandart sichergestellt. Durch das Verfahren können verborgene berufsrelevante Talente aufgedeckt werden, denn die sehr praxisnahen Testaufgaben ermitteln in folgenden Bereichen Ergebnisse:

 

  • Routine und Tempo
  • einfacher und komplexer Werkzeugeinsatz und Werkzeugsteuerung
  • Wahrnehmung und Symmetrie
  •  Instruktionsverständnis und Instruktionsumsetzung
  • Messgenauigkeit und Präzision

 

Mit Hilfe dieser Testergebnisse kann hinsichtlich des Berufswunsches eine individuelle Förderung und Begleitung beginnen, durch die die jungen Menschen sich zielgerichtet und vor allem hinsichtlich ihrer ganz persönlichen (Berufs-) Wünsche entwickeln können. Eine eigene Mitmach-Messe (der Berufsparcours), zwei dreiwöchige Praktikumsphasen, Betriebsbesichtigungen, das Ausbildungsplatzmatching der Handwerkskammer, ein starkes Netzwerk zu den regionalen Kooperationsbetrieben und der Bundesagentur für Arbeit komplettieren unser berufsorientierendes Angebot.

 


Schwerpunkt Berufsorientierung

 

 

He, was geht?

 

Ja, ja.... das Leben auf dem Lande hat sicherlich auch für die Schule und die Schülerinnen und Schüler viele Vorteile gegenüber städtischen Strukturen.
Leider aber auch Nachteile. So haben wir hier insbesondere eben nicht die Möglichkeit bei der Suche nach Ausbildungsstellen aus einer unendlichen Vielzahl von (Industrie -) Betrieben auszuwählen. Daher ist es ein besonderes Anliegen der Schule unsere Schulabgänger so fit wie möglich für die Berufsfindung zu machen. Wir stellen euch mal unser Konzept dazu vor:

Berufsfindungskonzept der HRS Kreiensen
Erstellt von der Arbeitsgruppe Wirtschaft

Grundlagen:
Die Schule hat den Auftrag vom Staat, die Schülerinnen und Schüler (SuS) auf die Arbeitswelt vorzubereiten,

Unser Ziel:
                     Mit besten Möglichkeiten aus dem strukturschwachen Raum starten!

Persönliches Entscheidungsschema:
Alle SuS müssen eine individuelle Entscheidung für einen Startberuf treffen. Dazu muss eine Flut von Informationen zunächst einmal gesammelt werden. In der zweiten Phase müssen diese Informationen von den SuS interpretiert, d. h. für ihre Belange ausgewertet und ausgewählt werden.
Schließlich müssen zu dem ausgewählten Beruf Alternativen gesucht werden, weil aus verschiedensten Gründen der Erstberuf oft nicht verwirklicht werden kann.

 

 

 

Die SuS:

 

- erste Erfahrungen werden bei den Zukunftstagen gesammelt

 


Die Lehrkraft:
- hilft als Moderator,

 

- unterstützt bei der Strukturierung,

 

- fördert und fordert die Motivation der SuS.

 


Die Eltern sind natürlich auch mit eingebunden:
Informationsabende, Einzelgespräche, Beratung durch die Arbeitsagentur.

Erste Entscheidungshilfen
Vermittlung von theoretischen Kenntnissen über Betriebe und Berufe im Unterricht.
In der Hauptschule in Klasse 7 gibt es auch erste Betriebserkundungen. In der Realschule ab Klasse 8: Bedeutung von Arbeit, Organisation von Betrieben.

Was ist eigentlich mein Traumberuf, Wunschberuf, Startberuf?
Da hilft: „Berufe Universum“, das Arbeitsprogramm der Arbeitsagentur, mit Themen wie z.B.:
Meinen Fähigkeiten auf der Spur - Was, wo, mit wem will ich arbeiten - Berufsbilder erkunden
Manchmal heißt es am Ende: Das geht ja gar nicht, - eine bittere Erkenntnis
Alternativen sind auch hier wieder gefragt

 



Praktische Entscheidungshilfen
In der HR 8: Erfahrungen sammeln in der Arbeitswelt Vorbereitende Kurse im BPT Programm. Förderung der Schlüsselqualifikationen - Fächerübergreifend und in verschiedenen Kursen:
- Hauswirtschaft, z.B.: Betriebserkundung, Kalkulationen, etc.
- Kommunikation- und Verhaltenstraining, z. B.: „Knigge“ für Praktikanten

Erstes Praktikum im Rahmen der Betriebspraxistage (BPT)
Vorbereitung auf das Praktikum (Sicherheit, etc.) in der Schule. Zu Beginn des 2. Halbjahres gehen unsere SuS für drei Wochen in einen selbst ausgewählten Betrieb. Am Ende steht eine individuelle Auswertung (Praktikumsmappe, Selbsteinschätzung / Fremdeinschätzung durch Betriebe und Fachlehrer)
Zweites Praktikum – das Betriebspraktikum:
In der HR 9: Drei Wochen Betriebspraktikum zur Erkundung eines Startberufes. Dazu wird natürlich eine umfassende, fächerübergreifende Vorbereitung vorgenommen und während des Praktikums ist eine intensive Betreuung selbstverständlich.

 

Bewertung nach: Verhalten im Praktikum, Praktikumsmappe, Rückmeldung durch den Betrieb. Die Note der Praktikumsmappe geht mit in das Fach Wirtschaft ein und ein Aufsatz daraus wird in Deutsch benotet.

 


Unsere Stärke:     Wir sind ganz nah an der Praxis.

Hauptvorteile unserer Schule:
Die kontinuierliche und somit langjährige Betreuung der Praktikanten durch unsere Wirtschaftslehrer,  haben wir  beste Kontakte zu regionalen, aber auch überregionalen Unternehmen, d.h. jeder Schüler und jede Schülerin hat die Möglichkeit einen Praktikumsplatz seiner Wahl zu bekommen.

 

Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit unseren Kooperationspartnern, wie z.B.:

 

-          Arbeitsagentur (Beratung in der Schule, jeden ersten Freitag im Monat und natürlich nach Vereinbarung),

 

-           „jump“ – Job Börse,

 

-          Banken, Krankenkassen, so wie IHK, Handwerkskammer, Verbände,

 

-          örtliche Vereinigung von Handel und Gewerbe.

 

 

 

Das muss sein: immer auf dem neuesten Stand – Evaluation

 

-          Auswerten der jährlichen Betriebspraktika,

 

-          Rücksprache mit den Betrieben,

 

-          Optimierung des Verfahrens,

 

-          Erfahrungsaustausch mit anderen Schulen.